Frischer Fisch zum Mittag

Hallo liebe Freunde der Aquaponik,
ist es nicht herrlich, die Sonne scheint, die Beete sind voller Gemüse, und die Fische wachsen wie es ein soll.
Da bietet es sich ja an, mal die ersten Früchte auch aus dem Teich zu ernten.
Getreu dem Motto aus Herr der Ringe: „Auf den Tisch kommt heut ein Fisch“ haben wir kurzerhand mit dem Kescher fünf Karpfen von diesem Jahr gefangen.
Bei den verfressenen Tieren war es uns auch nicht sonderlich schwer 🙂
Die erste Karpfenernte ist also bereits geschehen, nicht wie die anderen Jahre erst kurz vor Weihnachten, sondern mitten im Sommer 🙂

Bild könnte enthalten: im Freien, Wasser und Natur

Jeder Karpfen hat die Grenze von 30cm überschritten, und wurde so zu unserem Mittagessen (7 Personen).
Es handelt sich bei den Karpfen um Tiere welche dieses Jahr erst gesetzt wurden, damit man einen Eindruck hat, wie schnell im Aquaponiksystem die Karpfen wachsen.

Wer selbst auch Karpfen für sein System sucht, der kann diese gerne bei uns im Shop bestellen, die aktuellen Jungtiere, welche im Juli geschlüpft sind haben aktuell ca. 5cm und wiegen 12g.

Gruß
Eure Karin

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Der Spiegelkarpfen

Wer oder was ist ein Spiegelkarpfen

Immer wieder treffen wir Leute die den Spiegelkarpfen nicht kennen.
Der Karpfen (Cyprinus carpio) in der Naturform wird oft Wild- oder Schuppenkarpfen genannt.
Der Spiegelkarpfen ist eine Zuchtform die durch die besondere Hochrückigkeit und wenigen Schuppen beliebt ist.
Karpfen werden sehr alt, bis 120cm groß und über 40kg schwer.

Spiegelkarpfen und Aquaponik

Wir verwenden seit einigen Jahren den Spiegelkarpfen in der Aquaponik.
Dazu muss man sagen das der Erfolg oder Misserfolg schon beim Kauf beginnt, aber warum ist das so?
Nun dazu muss man sich mal die Lebensweise des Spiegelkarpfens in Deutschland ansehen.

Der Karpfen laicht im Sommer wenn die Temperatur 18-20°C erreicht hat.
Dazu begibt er sich in flache Wasserzonen, die meist mit starken Pflanzenwuchs der Unterwasserpflanzen bestückt sind.
Dort jagen mehrere Männchen die Weibchen die pro Kilo Körpergewicht 250.000 Eier abgeben, welche von den Männchen befruchtet werden.

Die Jungtiere schlüpfen nach ungefähr einer Woche, und haben eine Größe von Tannennadeln.
Nun beginnt die Wachstumsphase.
In den Naturteichen wimmelt es aber von Krankheitserregern, Parasiten, und Raubtieren sodass eine Große Menge der Jungtiere nicht die Schlachtreife erreicht.
Ein befreundeter Teichwirt sagte uns

„Wenn wir 20% der eingesetzten Brut am Ende ernten, haben wir eine bomben Quote“

Mit dem Gedanken im Hinterkopf ist auch klar, warum die Teichwirte dem Spiegelkarpfen nicht solch ein hochwertiges Futter anbieten können, wie wir in einer geschlossenen Aquaponikanlage.

Quarantänisierung

Die Spiegelkarpfen holen wir im Sommer wenn die Teichwirte die Brutteiche abfischen.
Die kleinen Karpfen haben dann eine Größe von 1g und 1cm.
Dann beginnt die Hauptarbeit für uns.
Abstriche unter dem Mikroskop, und Behandlung mit Kochsalz sowie mit biologischen Mitteln.
Immer wieder Wecker stellen, Fische füttern, umsetzen, Abstriche nehmen bis die Tiere gut konditioniert und frei von Parasiten unter den Abstrichen sind.
Hochwertiges Frost- und Trockenfutter hilft beim umgewöhnen und bei der Stärkung der Tiere.
Im Winter/Frühjahr gehen die Karpfen in den Verkauf, und im Frühjahr auch in unsere Anlage.
Die Fische werden bei Raumtemperatur gehalten.

Vorteile der Spiegelkarpfen

Da der Spiegelkarpfen sehr gut in deutschen Teichen und Flüssen zurecht kommt, also keine hohen Anforderungen an die Wassertemperatur stellt, ist er natürlich für eine Aussenanlage ideal geeignet.
Sobald das Wasser 10°C erreicht fängt der Karpfen langsam an zu fressen.
Temperaturen bis 28°C wurden bei uns mit ausreichender Sauerstoffversorgung, und guten Wasserbedingungen problemlos vertragen.
Ein Karpfen scheint auch selten satt zu sein, wir haben schon oft Spiegelkarpfen in der Innenhälterung gesehen, die mehr nach einem Kugelfisch als nach einem Karpfen aussahen.
Futterverwertung ist natürlich abhängig von der Wassertemperatur, allerdings sind wir der Meinung das bei 23-24°C der Karpfen dem Tilapia nicht sonderlich unterlegen ist.

Karpfen sind in der Lage aus reiner pflanzlichen Nahrung hochwertiges tierisches Eiweiß zu erzeugen.
Auch Geschmacklich ist ein Karpfen der nicht im Naturteich lebt, und kein Modder am Teichgrund vorfindet, in dem er gründeln kann, sowie hochwertige Nahrung bekommt, ein wahrer Gaumenschmaus.
Sicher hat Karpfen durch die Y-Gräten (Zwischenmuskelgräten) einen Nachteil, was aber durch sogenanntes Schröpfen sehr gut verarbeitet werden kann.

Viele Kunden haben unseren Karpfen gekostet, und sind total begeistert von der Qualität und dem Geschmack des Fisches.
Natürlich rümpfen erstmal viele die Nase, weil man den Karpfen halt nur aus konventionellen Teichen kennt.

Vorteile des Spiegelkarpfens zusammengefasst:
  • toleriert sehr gut niedrige Temperaturen
  • kann bei eingelassenen Systemen (tiefer 80cm) draussen überwintert werden
  • größere Besatzfische als beim  Tilapia (Energiekosten für Temperatur)
  • einheimischer Fisch
  • sehr groß werdende Sorte (wer gerne Filet haben möchte)
  • sehr robust nachdem er ausreichend Behandelt wurde
  • gute Fleischqualität
  • optisch sind größere Tiere auch in unseren Augen sehr schön anzusehen

Wir hoffen damit Euch/Ihnen den Spiegelkarpfen etwas näher gebracht zu haben.
Wer nun Interesse hat den Spiegelkarpfen mal als Besatzfisch zuversuchen, kann diese im Shop bei uns bestellen.

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Frühjahrsangebot 15%

Auf die Bestellung des Niltilapia (oreochromis niloticus) im Februar.
Einfach im Warenkorb den Gutscheincode „fische0216“ eingeben, und schon werden 15% Rabatt abgezogen.

Das Angebot ist gültig bis zum 29.02.2016.

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Aktuelle Besatzfische

Hier erfahren Sie jederzeit ob und welche Jungfische wir Ihnen zum Kauf anbieten können.

Sollten Sie Interesse an Jungtieren haben, zögern Sie bitte nicht und schreiben uns
einfach eine kurze Nachricht, am besten senden Sie Ihre Mail direkt an info@lets-grow.de. Die aktuellen Besatzfische wie Tilapien können Sie auch problemlos über unseren Webshop bestellen/kaufen.

Gerne können Sie auch Reservierungen bzw. Bestellungen für einen bestimmten Termin vereinbaren.

Wir haben den Fisch gewechselt, durch das bessere Wachstum des Nil-Tilapias, bieten wir ab November 2011 keine Marienbuntbarsche mehr an.

Fortlaufend sind wir auf der Suche, nach dem „perfekten“ Aquaponik-Fisch für unsere Kunden und uns.

Art Bild Größe Status
Tilapia Mariae 2-2.5cm Nicht mehr im Sortiment
Oreochromis Niloticus 2-2.5cm Im Shop Verfügbar

Es sind wieder Jungfische lieferbar.
Da zur Zeit viele Anfragen eintreffen, würde ich Sie bitten mir im Vorfeld eine Mail mit der gewünschten Stückzahl,
und dem gewünschten Zeitpunkt zuzusenden.

Versandkosten über eine Tierspedition belaufen sich Deutschlandweit auf 35€.
Alternative dazu ist der Versand über eine Mitfahrgelegenheit (www.mitfahrgelegenheit.de), dazu brauchen Sie nur gucken wer von Braunschweiig (Umkreis bis 20km kein Thema) in die nächstgrößere Stadt bei Ihnen fährt.
Schön wäre es wenn Sie die Kommunikation mit dem Fahrer übernehmen, nachdem wir einen Liefertermin vereinbart haben.

Sie werden sicher verstehen, das es Aufgrund des hohen Bestellaufkommens es uns nicht möglich dies zu übernehmen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

 

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Nil-Tilapia (Oreochromis niloticus)

Alphatier Niloticus Bock
Der Nil-Tilapia (Oreochromis Niloticus) gehört wie der Tilapia Mariae zu den Tilapien.
Er wird bis 50cm lang, die Weibchen bleiben deutlich kleiner als die Männchen, sie werden ca 25cm groß.

Als Jungtier sind die Fische grau mit einem schwarzen Punkt in der Rückenflosse, welcher als Erkennungssymbol unter den Jungfischen dient.
Jungfische oreochromis nilotics (fingerlinge)
Der Nil-Tilapia ist als Jungtier ein Schwarmfisch, der die Nähe seiner Geschwister sucht, um sich von Räubern zu schützen.
Wenn er größer wird, verliert er den schwarzen Punkt, und die Männchen entwickeln Ihre rote Grundfärbung.

Oft kann man beobachten, dass nur das dominate Männchen in den Genuss der Färbung kommt.
Ein Erkennen von Weibchen und unterdrückten Männchen ist daher oft schwierig.
Bei uns ist es auch schon vorgekommen, dass dominante Weibchen (Alpha-Weibchen) größer werden können, als unterdrückte Männchen.

Nil-Tilapien sind Maulbrüter, das bedeutet, dass nach der Balz das Weibchen die Eier ins Maul nimmt, und dort drei Wochen ausbrütet.
Weibchen mit vollem Maul

Die Anzahl der Eier ist deutlich geringer als die von Offenlaichern oder Höhlenlaichern, wie den Marienbuntbarschen.
Das Sozialverhalten der Nil-Tilapien ist ruppiger als das der Marienbuntbarsche, allerdings ist Ihr Wachstum durch die Fähigkeit große Mengen Futter ins Maul zu nehmen, um einiges schneller.

Wie der Name schon sagt, stammt der Nil-Tilapia aus dem Nil (Ägypten) wo er als geschätzter und wichtiger Speisefisch gilt.

Der Niloticus ernährt sich von Pflanzen, Algen, Flocken- und Lebendfutter, auch Peletts sind gern genommenes Futter.
Durch seinen fast nie endenden Appetit wächst er enorm schnell.
Jungtiere erreichen bereits nach vier Wochen nach dem schlüpfen eine Größe von 3cm.

Der Niloticus ist wie andere Tilapienarten ein Warmwasserfisch, der keine Temperaturen unter 15°C verträgt.
Einige Versuche zeigten, das er ab 22°C erst sein ganzes Wachstumspotenzial entwickelt.

Durchgeführte Tests:
– Futteraufnahmen von 5%
– 90% Futterverwertung
– Erreichen von 500g nach 5 Monaten intensiver Fütterung (25°C und starke Filterung / Wasserwechsel)
Die Tests wurden mit unseren Jungfischen bereits erfolgreich durchgeführt.
Geschlachteter Niltilapia (Oreochromis niloticus)

Die Vorteile der Niloticus überwiegen gegen die Nachteile, wodurch wir diesen Fisch für die Sommerkultur nur empfehlen können.

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Marienbuntbarsch (Tilapia Mariae)

Der Tilapia Mariae wird bis 35cm lang, die Weibchen bleiben deutlich kleiner als die Männchen, sie werden ca 20cm groß.
Als Jungtier besitzt er senkrechte Streifen, wodurch er dann wie ein kleiner Zebra aussieht.
Wenn er größer wird, verliert er die senkrechten Streifen vollständig, und bekommt Anstelle der Streifen 5 schwarze Punkte auf der Seite, sowei eine goldgelbe Grundfärbung. Direkt hinter dem Kopf bildet sich eine leichte rote Färbung, und viele hellstrahlende Punkte in Schwanz und Rückenflosse.


Wie auch viele andere Tilapien stammt der Tilapia Mariae aus West-/ Zentralafrika.

Der Mariae ernährt sich von Pflanzen, Algen, Flocken- und Lebendfutter, auch Peletts sind gern genommenes Futter.
Durch seinen fast nie endenden Appetit wächst er enorm schnell.
Jungtiere erreichen bereits nach 6 Wochen nach dem schlüpfen eine Größe von 3cm.

Tilapia Mariae gehört zu den Offenlaichern, sein Gelege umfasst bis 1800 Eier, welche nach drei Tagen schlüpfen.
Die Elterntiere betreiben beide sehr intensive Brutpflege die bis zu 8 Wochen dauern kann.
In dieser Zeit verteidigien sie Ihre Jungen sehr intensiv vor Feinden.

Der Mariae kann bei guter Fütterung nach 7 Monaten ein Gewicht von 1,5kg erreichen.
Wie viele Tilapien ist auch er durch seinen hohen Rücken und seine Größe (bis 35cm) als Speisefisch sehr geschätzt.
Da er keine großen Schuppen hat, lässt er sich auch gut filetieren.

 

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