Anzucht im Februar

Warum die frühe Anzucht im Januar oder Februar Sinn macht

Hallo Freunde der Aquaponik,
heute geht es um die Anzucht bzw. Aussaat der ersten Pflanzen für die neue Saison 2018.
Wie viele von Euch wissen, empfehlen wir bestimmte Sorten bereits zeitig im Jahr vorzunehmen.
Bestimmte Sorten brauchen für die Keimung, den Wuchs sowie die Ausreifung der Früchte eine recht lange Zeit.

Daher sollte man sich überlegen, welche Pflanzen für die Anzucht im Januar interessant wären.
Darunter fallen vor allem:

  • Auberginen
  • Chili
  • Paprika

Licht  & Beleuchtung

Leider fehlt selbst am Südfenster, zumindest im Januar, oft die Menge an Sonennlicht, wodurch der Einsatz von zusätzlicher künstlichen Beleuchtung Sinn macht.
Es gibt da unterschiedlichste Methoden, und Möglichkeiten.
Die klassischen sind:

  • Leuchtstoffröhre (die man oft im Keller an der Decke, oder Garage verbaut)
  • Energiesparlampe (Ersatz der klassischen Glühlampe)
  • LED

Wer die Leuchtstoffröhre verwenden möchte, findet im Baumarkt die Fassung inkl. Leuchtmittel bereits für wenige Euros.
Wichtiger Tipp: das Leuchtmittel was standardmäßig dabei ist, sollte getauscht werden. Es handelt sich meistens um die günstigste Version.

Beachtet werden sollte auch die Lichtfarbe, diese ist für die Anzucht im Januar nicht unerheblich.
Unsere Empfehlung wäre die Bezeichnung 840 oder 860/865.
Die zweite und dritte Zahl steht für die Lichtfarbe in Kelvin.

  • 40 => 4000 Kelvin (Kaltweiß)
  • 60 => 6000 Kelvin (Tageslicht)
  • 65 => 6500 Kelvin (Tageslicht)

Wichtig bitte keine warmweißen Lichtfarben (827) verwenden.
Warmweiß ist sehr rotlastig, was zur Anzucht im Januar nicht verwendet werden sollte.
Diese Lichtfarbe ist eher zur Unterstützung der Blüte & Fruchtbildung.

LED-Lampen sind häufig speziell auf das Pflanzenwachstum eingestellt.
Daher bieten diese kein ansehnliches Licht, sondern primär die Farben die von den Pflanzen verwertet werden können.
Dadurch sind diese den klassischen Leuchtmitteln überlegen, da nur die Wellenlängen verwendet werden, die gebraucht werden. (wenig weißes Licht)

Anzucht

Für die zeitige Anzucht im Januar empfehlt sich ein Minigewächshaus, sowie die passenden Töpfe und Substrate.
Wer wärme liebende Pflanzen aussäen möchte, aber nicht die Temperaturen in den Räumlichkeiten hat, sowie auch keinen warmen Heißkörper in der Nähe, dem kann eine Heizmatte auch nützlich sein.

Wir haben für Euch mal unsere Anzucht der Auberginen für die Saison 2018 dokumentiert.
Wie viele wissen, arbeiten wir nur mit alten Sorten, also reinerbige keine Hybriden.
Hydriden erkennt man gut am Namen, sie tragen oft F1 als Zusatz.
Nun wir haben drei Sorten ausgewählt:

  • Thai long green
  • Rosa bianca
  • Fengyuan

Alles beginnt bei uns damit, die Samen für ca. 24h im Wasser vorquellen zu lassen. Die 24h sind bei der Anzucht im Februar auf jedenfall noch mit drin.
Wir nutzen dazu die Reagenzröhrchen, die wir auch beim Wassertest nutzen.

Einweichen der Auberginensamen

Danach kann man sich entscheiden in welches Medium gesäet werden soll.
Wir zeigen Euch einfach unsere beiden Favoriten.

Die Kokos- bzw Kokosquelltablettenvariante

Für alle die keine Lust haben gleich soviel Kokoserde aus dem Kokosziegel (9L) herzustellen, für den ist vielleicht die Kokosquelltablette eine angenehme, schnelle und einfache Variante.

Die Quelltabletten haben einen besonderen Vorteil:
Im Gegensatz zum klassischen Kokos, haben diese bereits eine Wasser und luftdurchlässige Kaschierung.
Das bedeutet nach dem Aufquellen halten diese recht gut ihre Form.
Ausserdem besitzen die Quelltabletten eine Mulde in die man direkt das Saatgut vor dem quellen legen kann, und das Samenkorn ist nach dem aufquellen im Medium eingebettet.
Hier paar Bilder der Anzucht:

Links ist die Tablette aufgequollen, rechts noch neu


Samenkorn wird vor dem aufquellen eingelegt

Alternativ wird es hnterher eingesetzt
Fertige Kokosquelltöpfe mit dem Samenkorn

Die Perlite-Variante

Was auch gerne verwendet wird ist die Anzucht der Samen in Perlite.
Perlite ist ein aufgeschäumtes Vulkangestein, was sehr leicht, luftig und anorganisch ist.
Der Vorteil ist, das selbst Samen die sehr lange brauchen selten zu feucht sein können, um zu schimmeln.

Unsere Variante ist recht simpel

  • Perlite in geeignete Schalen füllen
  • Diese anfeuchten
  • Die Samen auf die Perlite legen
    Vorbereitung der Perlite
  • Und mit einer dünnen Schicht Perlite bedecken
    Samen im Perlite

Luftfeuchtigkeit

Damit die Quelltöpfe, Kokoserde aber auch die Perlite nicht zu schnell austrocknet, decken wir diese mit einer transparenten Folie ab, es eignen sich auch Gefrierbeutel sehr gut dazu.

Keimung

Nach nur vier Tagen waren die ersten Keimlinge schon zu sehen, sowohl im Quelltopf
Keimling guckt aus dem Quelltopf

Als auch in der Schale mit dem Perlite

Sobald die Keimlinge aus dem Medium kommen, werden diese pikiert.
Da setzen wir ausschließlich Vierkanttöpfe mit Kokos-/Perlite ein
Pikierte Auberginen im Vierkanttopf

Ich hoffe wir konnten Euch damit ein wenig Ideen für eure Anzucht geben.

 

Lasst es wachsen.
Eure Karin von Lets-Grow

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