Warum Aquaponik

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Beweggründe:
Also uns (meiner Frau und mir) geht es darum, den Leuten zu zeigen das es nicht so schwer ist, sich gesund zu ernähren.
Und sich mit eigenem Gemüse und Fisch zu versorgen, auch wenn man keinen eigenen Garten hat.
Oder einem die Zeit für intensive Gartenarbeit fehlt, ein laufendes System braucht 10 Minuten am Tag (Fisch füttern und Sichtkontrolle), und wöchentlich einige Wasserkontrollen ob man genug füttert oder mehr oder weniger füttern sollte.
Fische wachsen, Pflanzen wachsen, und man sollte regelmäßig prüfen ob man das Gleichgewicht beibehält.

Wir befinden uns in Zeiten der Skandale und des Kommerz, jeder versucht nur noch Geld zu machen.
Eine Familie mit 3-4 Kindern ist doch heute nicht mehr in der Lage, im Bioladen einkaufen zu können.
Kilopreise in Biomärkten von 49€ für Forelle aus dem Ausland sind doch schon aktuell.

Viele Menschen auf der Welt erleiden Hunger während andere Brot in Tonnen verheizen, Ackerflächen für Mais für Biogas verwenden, oder neuerdings Ackerflächen für Gebäude oder Solarkollektoren weichen müssen.
Wir wollen einmal in der Lage sein (Grage des Geldes leider) diesen Menschen zu helfen, indem man Ihnen zeigt wie sie selbst so ein System aufbauen und betreuen können.

Seltene Tomatensorten die es früher einmal gab, heute nicht mehr zu haben sind, wachsen bei uns im Gewächshaus.
Man hat die Freiheit Fischsorten, Gemüsesorten, Kräuter oder sogar Obstsorten anzubauen, die in Vergessenheit geraten sind.
Welcher junge Mensch weiß das es 30 Sorten Minze gibt, 1100 Sorten Salbei und über 900 Sorten Tomaten.
Auch subtropisches Gemüse wie Chili lassen sich so anbauen.

Krankheiten und Schädlinge die in der Erde leben, Unkräuter die einem den letzten Nerv rauben bleiben in einem AP-System aus.
Es gibt keinerlei Nachteile.

Zur Funktionsweise:
Die Fische leben im so genannten Fischtank und erfreuen sich nicht zu hoher Besatzdichten, wie das in der kommerziellen Fischzucht üblich ist.
Die Ausscheidungen des Futters gelangen über eine Pumpe die zyklisch läuft, in die Pflanzenbeete (bei uns Kiesbeete).
Dort leben die Bakterien der Art Nitrosoma und Nitrobacter die unter Verwendung von Sauerstoff, ihre Arbeit verrichten und so die für die
Fische belastenden Nährstoffe aus dem Wasser in Pflanzenverfügbare Nährstoffe umwandeln.
Den Kreislauf vom Ammonium übers Nitrit zum Nitrat nennt man Stickstoffkreislauf.

Wie auch für Menschen ist das Zwischenprodukt, welches gerade zu Beginn eines neuen Systems entsteht, das Nitrit hochgradig giftig und ist Grund für das Fischsterben in vielen Seen und Flüssen.
Nitrit hindert die Fische daran Sauerstoff aufzunehmen, man kennt das aus dem Aquarium oder Teich, wenn die Fische an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen.
Im eingelaufenen Systemen (6 Wochen ohne Startbakterien aus einem bestehenden System, bzw. 4 Wochen bei einbringen von Bakterienkulturen) haben die Fische gefiltertes Wasser.
Die Feststoffe (Kot) lagern sich im Pflanzenbeet an, wird dort von Regenwürmern zersetzt, und so den Pflanzen ebenfalls verfügbar gemacht.
Das Wasser fließt nach abschalten der Pumpe (15-30min) zurück in den Fischbehälter.
Den Fischen bleibt während der ganzen Pumpzeit ausreichend Wasser im Fischbehälter erhalten.

In einem perfekten Ökosystem wie es die Natur seit Jahrtausenden macht, ist es nicht anders.
Erst durch eingreifen der Menschen gerät die Balance aus dem Ruder.
Ein See beherbergt viele Fische und Pflanzen.
Die Population richtet sich nach der Nahrung die vorhanden ist.
Parallel dazu entwickelt sich, nach der Menge an Nahrung im Wasser, die Flora um den See.
Bäume ziehen Wasser und Nährstoffe aus dem Wasser. Früchte vom Baum, Blätter und Äste fallen dafür auch in den See, wovon
sich kleine Lebewesen ernähren, die wiederum von größeren Fischen gefressen werden, und diese von Bären, Vögel oder anderen Räubern, der Kreislauf beginnt von vorn.

Der Mensch greift aber ein, erhöht die Fischmenge, füttert spezielles Futter und die Natur ist nicht in der Lage die Menge abzubauen.
So werden Flüsse umgeleitet, um die Schadstoffe aus dem See zu spülen.

Das als kleiner Ausflug warum wir das machen, und was unser Ziel ist.

Wir bieten daher von der Beratung, Planung, Konzeptionierung, Fischzucht, Jungpflanzenzucht und geeignetem Fischfutter eigentlich die komplette Bandbreite an.

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